Unsichtbare Universität
Motto:"Nunc id vides, nunc ne vides"
Die Unsichtbare Universität ist das wichtigste magische Lehrinstitut auf der Scheibenwelt. Gegründet wurde sie im Jahre 1282 AM (Nach dem damaligen Kalender der Stadt) von Alberto Malich. Malich war einer der mächtigsten Zauberer, die jemals auf der Scheibenwelt lebten. Er verschwand nachdem er versuchte den Tod zu überlisten. Die besondere Architektur würde jeden Architekten zum weinen bringen. Das Gebäude bringt es fertig, daß es innen Räume gibt die, wenn man sie auf einen Grundriß zeichnen würde, schon wieder außerhalb liegen würden. Dies ist wohl der Traum eines jeden Innenausstatters. Selbst die ältesten Zauberer kennen nicht alle Räume und Gänge des Gebäudes( es gibt zum Beispiel Räume, die nur alle 3000 Jahre an einem Wochentag mit einem "r" auftauchen. Wenn es regnet. Um acht Uhr morgens).Außerdem muß man sich bei einigen Räumen räuspern und anklopfen, bevor man ihn betritt. Denn es kann passieren, daß man sich selbst begegnet, wenn man den Raum betritt. Es liegt wohl an der geballten Magie durch die das Raum-Zeit-Gefüge etwas durcheinander geraten ist. In unmittelbarer Umgebung zur Universität sollte man sich allerdings kein Haus kaufen, da es dort zu seltsamen Veränderungen kommen kann. Wer möchte schon am nächsten Morgen als Frosch in einen Lebkuchenhaus aufwachen? Die UU unterrichtet viele ambitionierte Studenten, aber diese sind eigentlich nur Nebensache und ziemlich lästig für die alten Zauberer. Der wahrscheinlich eindrucksvollste und am meisten genutzte Raum der UU ist der Große Saal. Die Wände sind geschmückt mit Portraits früherer Erzkanzler, allesamt eindrucksvolle Gestalten mit spitzen Hüten und langen Bärten. Der Große Saal ist gesäumt mit langen, sehr großen Tischen, wo die Zauberer ihre Mahlzeiten einnehmen.
Es gibt 2 Möglichkeiten, in die Universität zu gelangen.
1. Man leistet etwas bemerkenswertes für die Magie, wie zum Beispiel das Wiederfinden eines, vor langer Zeit verschollenes, Magisches Artefaktes.
2. Man geht bei einem angesehenen Zauberer in die Lehre, der einem dann einen Studienplatz an der UU besorgt.
Ähm... Also genau genommen gibt es noch zwei Möglichkeiten in die UU zu gelangen:
Zum einen, wenn es nur um den AUFENTHALT in der UU geht, genügt in einigen Fällen die Bereitschaft, zu schrubben, zu kochen und Betten zu machen. Und zum anderen gibt es noch den eigentlich berühmtesten Eingang zur Universität. Der befindet sich in einer kleinen Gasse hinter ihr. Dort können einige Steine aus der Mauer gelöst werden, um eine Treppe zu improvisieren. Diese wird schon seit Jahrhunderten von den Studenten, aber auch vom Lehrpersonal der Unsichtbaren Universität benutzt, um der Geflickten Trommel einen nächtlichen Besuch abzustatten.
Das einzige weniger als tausend Jahre Alte Gebäude der UU ist der Forschungstrakt für hochenergetische Magie. Die älteren Zauberer kümmern sich kaum darum, was ihre jungen, meistens schlankeren und mit Brillen ausgestatteten Kollegen dort anstellen. Und wenn jene Kollegen mal wieder mit Bitten um finanzielle Mittel für thaumische Partikelbeschleuniger und Strahlenschutzschilde an die älteren Zauberer rantreten, reagieren diese wie Eltern, deren Kinder um mehr Taschengeld bitten. Die 4 bekanntesten mitglieder der Fakultät sind: der Erzkanzler, der Dekan, der Quästor und der Bibliothekar. Man kann sie sehr leicht unterscheiden. Der Erzkanzler rennt dauernd durch die Gegend und schreit Anweisungen, der Dekan duckt sich irgendwo, der Quästor sitzt mal wieder im Kronleuchter des Speisesaals und hat einen Nervenzusammenbruch und der Bibliothekar ist ein Orang-Utan...
Palast des Patriziers
Dies ist der alte Winterpalast der Könige von Ankh. Er hat mehrere prächtige Räume, die vor allem der Repräsentation dienen, wie zum Beispiel der alte Thronsaal mit seinem mächtigen goldenen Thron. Das Palastgelände hat aber viel mehr zu bieten als nur den Palast und seine vielen Räume, zu denen auch ein Kerker und eine Skorpiongrube gehören. Der weitläufige Garten zum Beispiel. Er wurde von dem legendären "Absolut-Bekloppten-Johnson" gestaltet. Warum Johnson diesen Namen zu recht trug sieht man noch Heute an seinen Bauwerken. Im Park des Palastes gibt es einen Teich, der etwa 150 Meter lang und 10 Zentimeter breit ist (dort wohnt eine einzige, glückliche Forelle, aßer sie möchte sich umdrehen). Im Garten gibt es außerdem noch ein Hihi (ein Hihi ist das Gleiche wie ein Hoho, nur tiefer) und ein Labyrinth, das so klein ist, dass die Leute sich auf der Suche danach verlaufen. Zur Zeit leitet dort Lord Havelock Vetinari die Amtsgeschäfte der Stadt. Und dies tut er schon ausgesprochen lange, wenn man die Amtszeiten seiner Vorgänger wie Lorenzo der Nette oder Irrer Nersch berücksichtigt. Er ist der oberste Herrscher von Ankh-Morpork und der Urheber des wirtschaftlichen Aufschwunges der Stadt. Er hat es wohl seinem Geschick zu verdanken, die einzelnen Gilden untereinander immer wieder in Streitigkeiten zu verwickeln. Der Patrizier wurde gewählt, da die Regierungsform in Ankh-Morpork die Demokratie ist."Ein Mann eine Stimme". Er ist DER Mann und hat DIE Stimme. Der größte Teil des Palastes steht den Bediensteten zur Verfügung, die ständig damit beschäftigt sind, alle Informationen, die von dem außerordentlich gutem Spionagesystem kommen, auszuwerten. Im Hauptraum, dem ehemaligen Thronsaal, sitzt der Patrizier und empfängt seine "Gäste". Allerdings verzichtet er dabei auf den Thron und zieht einen einfachen Holzstuhl, der vor dem Thron steht vor. Im Keller des Gebäudes sind auch die für eine staatliche Einrichtung notwendigen Verliese zu finden. Es fehlen weder die Skorpiongrube noch die üblichen Verliesratten.
Die Geflickte Trommel
Die Geflickte Trommel ist die berüchtigtste Kneipe in Ankh Morpork und sie verteidigt diesen Ruf sehr erfolgreich. Es vergeht kein Tag, an dem es nicht die eine oder andere Schlägerei gibt. Hier trifft man Helden, Diebe, Meuchelmörder, die Studenten der Unsichtbaren Universität, die sich regelmäßig aus der u.U. schleichen um hier ein paar Bierchen zu trinken (Das Bier ist übrigens so gut, daß man mit einem Löffel den Bodensatz essen kann) und natürlich Rincewind, auf der Suche nach einem langweiligen Leben(welches allerdings nur anderen zustößt und nicht ihm). Der Türsteher, der hier für Ordnung sorgt, ist ein Troll namens Detritus Er wird im wahrsten Sinne des Wortes für das "Schlagen von Leuten bezahlt".Vielleicht habt Ihr jetzt den Eindruck gewonnen, daß die Geflickte Trommel zu den anrüchigsten aller anrüchigen Schenken in Ankh Morpork gehört. Aber an dieser Stelle möchte ich betonen, daß sie einen ausgezeichneten Ruf als verrufenes Wirtshaus hat. Ihre Gäste genießen eine Art rauhe, grobe Ehrenhaftigkeit: Sie bringen sich mit kameradschaftlichem Respekt um, doch sie morden keineswegs aus reiner Boshaftigkeit. Ein kleiner Junge kann hier eine Limonade trinken und braucht nicht mehr als eine Ohrfeige zu fürchten, wenn seine Mutter von seinem erweiterte Wortschatz erfährt.
Die Schatten
Ältester Teil der Stadt Ankh-Morpork. Die dortigen Bewohner sind überwiegend nachtaktiv und vermeiden es, ihre Nasen in fremde Angelegenheiten zu stecken, weil sie wissen, daß das zu ihrem Tod führen könnte. In den Schatten gibt es verrufene Götter, Diebe ohne Lizenzen, Schönheiten der Nacht und Händler, die besonders exotische Waren anbieten. Außerdem Alchemisten des Geistes und Leute, die vermummt herumlaufen. Mit anderen Worten: In diesem Viertel lebt das Fett für die Achse der Zivilisation und das seltsam klebrige Etwas an den Sohlen ihrer Stiefel. Der "Schatten" genannte Innenstadtbezirk hat dringend einen Sanierungsplan verdient, bei dem großzügig von Flammenwerfern Gebrauch gemacht werden sollte.
Zum Trollkopf
Die Taverne "Zum Trollkopf" befindet sich in der gefährlichsten Ecke Ankh Morporks; in den "Schatten". Über der Eingangstür hängt, auf den ersten Blick, ein Schild in Form eines Trollkopfes. Wenn man jedoch genauer hinsieht, stellt man fest , daß es kein Schild, sondern ein "Echter" Trollkopf ist. Wer auch immer die Taverne Trollkopf nannte - er meinte es ernst. Der "Trollkopf" ist im Vergleich zur Geflickten Trommel eine Jauchegrube. Wenn sich seine Gäste Mühe gaben, ein Bad nahmen und die Kleidung wechselten, würden sie vielleicht - aber nur vielleicht - den Anforderungen gerecht, die man an den Abschaum der Menschheit stellt. Inzwischen sollte klar geworden sein, daß die Gäste des "Trollkopfes" den Bodensatz von Kultur und Zivilisation darstellen.