| Die Scheibenwelt |
| Die Götter | Die Orte | Die Bewohner |

Die Orte der Scheibenwelt

Quirm

Quirm ist eine nette kleine Stadt in einer Weinregion am Randmeer. Blumen schmücken die kopfsteingepflasterten Straßen, und es gibt die berühmte Blumenuhr. Quirm ist nicht nur langweilig, sondern widmet sich diesem Prinzip mit besonderer Hingabe. Viele Einwohner führten früher ein abenteuerliches Leben, haben dieses aber ganz bewusst aufgegeben. Die Leute ziehen nach Quirm, um hier in Ruhe zu sterben(in der Annahme, dass nach ein paar Jahren in Quirm selbst der Tod keine großen Überraschungen mehr bietet).Noch aktive Abenteurer erhalten bei ihrer Ankunft ein Glas Wein, bekommen eine Blumengirlande umgehängt und einen Tisch im Freien angeboten. Wenn sie den Wink immer noch nicht verstanden haben, werden sie in etwa Folgendes zu hören bekommen: "War ich schon! Hab ich bereits gemacht! Macht es bitte woanders!" Quirm ist für seinen Käse berühmt.

Der Wald von Skund

Ein dichtes Waldgebiet, das zwischen den Ebenen und den ersten Hängen der Spitzhornberge liegt. Sein Name bedeutet übersetzt soviel wie "Dein Finger, Du Narr". Einer der ersten Forschungsreisenden erhielt diese Antwort, als er auf den Wald deutete und einen der Einheimischen fragte, was das sei. Es ist eine sehr magiereiche Region Der Zwerg Casanunda behauptet, den Titel Graf von der Königin Agantia von Skund erhalten zu haben. Allerdings finden sich im Wald nur eine Handvoll übernatürlicher Wesen (es ist eine natürliche Umgebung für böse Hexen), gerade ausreichend Holzfäller und kleine Dörfer, die von den erstgenannten terrorisiert werden können und eine Gemeinschaft von Priesterschamanen, die eine Vorliebe für den hiesigen magisch-mutierten Pilz entwickelt hat. Entweder hat Casanunda die Bekanntschaft einer Hexe mit einem ausgewachsenen Machtkomplex gemacht, oder er versucht seinem Ruf als größter Lügner aller Zeiten gerecht zu werden.

Die Sto-Ebenen

Die Einwohner der Sto-Ebenen halten sich für die kultiviertesten Leute der Scheibenwelt, da sie am längsten zivilisiert sind und die am weitesten fortgeschrittene Technologie besitzen (mit Ausnahme vielleicht der Bevölkerung des Achatenen Reichs - also Ausländer und die zählen nicht). Außerdem sind sie die am weitesten Umhergereisten (außer einigen Barbaren der Zentralregionen, die sowieso nicht zählen können) und die Tolerantesten (außer man bekommt es mit Ausländern, Barbaren und Nörglern zu tun).Die Ebenen sind reich und dicht bevölkert. Die schwarze Erde hat sich über Jahrtausende durch die Überschwemmungen des Ankh abgelagert und ist besonders fruchtbar. Kohl wächst hier besonders gut. Die Ebenen sind ein Flickwerk aus kleinen Westentaschen-Königreichen und Stadtstaaten. Da das Land überall dieselbe gute Qualität besitzt und es keine nennenswerten Berge oder Wasserläufe gibt, sind die Grenzen zwischen den einzelnen Reichen völlig willkürlich gezogen. Jedesmal, wenn jemand auf die Idee kommt, seine Armee sei besser als die des Nachbarn oder einen königlichen Ehevertrag abschließt, oder bei einer der zahlreichen Königlichen Geographischen Gesellschaften auftaucht (die in der Regel aus einem in den Ruhestand versetzten Kavallerieoffizier bestehen, der weiß, wie man Karten liest), werden die Grenzen wieder ein wenig verschoben. Die Region wird ökonomisch von Ankh-Morpork, der größten Stadt mit Hafen, beherrscht. Allerdings hat Ankh-Morpork nicht das geringste Interesse, irgendwelche Ansprüche über seine Stadtgrenzen hinaus zu stellen. Es hat es einfach nicht nötig.

Sto Lat und Sto Helit

Etwa 30 Kilometer mittwärts von Ankh-Morpork liegt der von einer Mauer umgebene Stadtstaat Sto Lat. Die Einwohner betrachten ihren Heimatort zwar als stinklangweiligen Fleck, aber die gegenwärtige Königin Kelirehenna ("Keli"), Protektorin der Acht Protektorate und Kaiserin des Langen, Umstrittenen Streifens Mittwärts Von Sto Kerrig hat die Bestimmung, einen langwierigen Prozess der politischen Einigung in dieser Region herbeizuführen. Glücklicherweise gehört sie zu der Sorte Menschen, denen so etwas durch bloßes Reden gelingt.

Das benachbarte Herzogtum Sto Helit ist Sto Lat politisch untergeordnet. Die Stadt wird von einer freien Bürgergemeinschaft geführt. Die sich häufig auf Reisen befindende Herzogin Susanne schaut gelegentlich vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Sie ist Tods Enkelin, deshalb besitzt ihr Wort einiges Gewicht.

Klatsch

Vom Meer aus gesehen liegt in randwärtiger Richtung der Klatschianische Kontinent. Der Name gilt heute sowohl für den Kontinent als auch für das Land.Einst war Klatsch ein großes Reich von großer Bedeutung. Allerdings haben sich die Einwohner von Ankh-Morpork noch nie um den Unterschied zwischen dem Imperium und dem Kontinent gekümmert. Tatsächlich ist der Ausdruck "Klatschianisch" zu einem Synonym für "Ausländisch" geworden. Ausländer benutzen für Klatsch gerne den Begriff "Wiewunderland", was aber falsch ist, denn das Wiewunderland ist nur ein Teil des Kontinents. Einst kurz vor einem Krieg mit Ankh Morpork (der Grund war ein versunkener Kontinent, der plötzlich wieder auftauchte) treibt Klatsch nun, mit einer großen Handelsflotte,regen und profitablen Handel mit Ankh Morpork. Die Menschen in Klatsch haben dunkle Haut. Manche sind beinahe blau-schwarz. Die klatschianische Küche wird von Curries, gekochtem Fisch, Reis und Soßen dominiert, die aus unzähligen Ingredienzen bestehen. Nach dem Geschmack der Sto-Ebenen gilt sie als exotisch und ist meistens teuflisch scharf. Sie erfreut sich großer Beliebtheit in Ankh-Morpork. Auch der Kaffee ist recht bemerkenswert.


Al Khali

Technisch gesehen handelt es sich hier nur um die Hauptstadt der klatschianischen Nation, das Problem von Wüstenreichen besteht aber meistens darin, dass es kaum wichtige Städte, aber dazwischen jede Menge Sand gibt. Er wird nur deswegen als Teil des Imperiums betrachtet, weil ihn der ganze Reiseverkehr durchqueren muss und das Imperium eine Ausrede braucht, sich um die aufmüpfigen Wüstenstämme zu kümmern, die sonst einen Wegezoll von einhundert Prozent verlangen.
Al Khali liegt an der mittwärtigem Küste von Klatsch und gilt allgemein als das "Tor zum geheimnisvollen Kontinent Klatsch". Für die Bewohner von Ankh-Morpork ist Klatsch das erste richtige ausländische Land und sie sind "Klatschianern" gegenüber stets misstrauisch. "Klatschianisch" bedeutet für Ankh Morpork soviel wie "fremd" oder eben "ausländisch". Al-Khali unterscheidet sich nicht allzu sehr von Ankh-Morpork, allerdings gibt es statt des in Ankh-Morpork allgegenwärtigen Schlammes Sand. Sand. Vie lzuviel Sand. Und es ist heißer als in Ankh Morpork. Heiß und Staubig. Ständig weht sanfter, aber heißer Wind neuen Sand heran. Al Khali wird von einem Serifen beherrscht. Selbstverständlich liegt auch hier die tatsächliche Macht in den Händen eines Großwesirs, der in der Regel einen kurzgeschnittenen Bart, ausgezeichnete Manieren und eine psychopathische Veranlagung hat. Die Stadt wird von einem großen Palast mit dem Namen Rhoxie überragt, zu dem auch eine gigantische Gartenanlage, Paradies genannt, gehört. Die Serifen geben ihr Geld zwar nicht besonders weise, dafür aber massenhaft aus. Der Rest der Stadt ist ein Labyrinth aus Basaren und weißgetünchten Häusern, in dem sich der Handel des Runden Meers mit den Wüstenkarawanen vermischt. Alle verbringen Stunden mit endlosem Gefeilsche, während falkenäugige Wüstennomaden an ihrem Ruf der Unerschütterlichkeit arbeiten.

Omnien

Omnien liegt zwischen den Wüsten von Klatsch und den unerforschten Weiten des Wiewunderlandes. Die Hauptstadt heißt Kom, das Land hat insgesamt etwa 2 Millionen Einwohner. Die Omnianer sind ein sehr religiöses Volk und hetzten einst allen Ungläubigen(das waren so ziemlich alle anderen...)nur allzugern ihre Inquisition auf den Hals. Doch dann kam Brutha und führte die Omnianer aus ihrem Wahn. Heute ist die omnianische Kirche zerstritten und die meiste Zeit damit beschäftigt die anderen Parteien zu beleidigen, anstatt, wie früher, alle ungläubigen kräftig zu foltern. Omnianische Gläubige beschränken sich im Ausland inzwischen damit, Prospekte und Broschüren über Om zu verteilen, anstatt diejenigen, die NICHT an ihren Gott und ihre Weltanschauung glauben, zu beleidigen und mit ihrer Armee deren länder zu erobern.

Tsort

Das kleine Wüstenreich Tsort liegt direkt neben Djelibeby und ist seit Ewigkeiten traditionell mit Ephebe verfeindet. Der wahre Grund dieser Feindschaft dürfte wohl niemandem mehr bekannt sein. Berühmt ist Tsort für die stillen Sümpfe am Tsortstrom (ein brauner Fluss, der die klatschianische Wüste randwärts von Al Khali teilt) und die großen Pyramiden. Aber seit die Sache mit dem Pyramiden in Djelibeby schiefging, verzichtet man in Tsort auf den Bau dieser eindrucksvollen Kunstwerke. Die Tsortianische Küche verwendet hauptsächlich Knoblauch. VIEL Knoblauch.

Djelibeby

"Djelibeby" bedeutet "Kind des Djel". Der Djel ist der Fluss, der durch das wüste Land fließt und im Runden Meer mündet. Djelibeby ist ungefähr drei Kilometer breit und 240 Kilometer lang. Das Wüstenreich, ständig der Bedrohung der wirtschaftlich stärkeren Nachbarn Ephebe und Tsort ausgesetzt, ist vor allem bekannt durch seine Pyramiden. Diese, einige tausend davon standen da inwischen rum,"speicherten" tagsüber, durch ihre besondere Bauart, die Zeit und gaben sie Nachts mit einer eindrucksvollen Entladung wieder frei. Dadurch verlangsamten sie die Zeit in Djelibeby und die begrabenen Könige wurden somit unsterblich und dies führte auch dazu, dass die Bewohner den gleichen Tag immer wieder erlebten. Dank der Pyramidenwirtschaft ist Djelibeby inzwischen verarmt und völlig überschuldet.

Wie überall auf der Scheibenwelt werden in Djelibeby mehrere Götter verehrt. Einige sind jedoch der Ansicht, daß Djelibeby es etwas übertreibt. Einige ihrer Götter sind zum Beispiel :
Bast, katzenköpiger Gott; Cephnet Cephut, Gott des Essbestecks; Chefet, hundeköpfiger Gott der Metallarbeit; Fhez, krokodilköpfiger Gott des unteren Djel; Hut, geierköpfiger Gott unerwarteter Besucher; Hyperopie, Göttin der Schuhe; Jeht, Ruderer der Sonnenkugel; Jetztbistdudran, Göttin aller nymphomanischen Ehefrauen; Juf, kobraköpfiger Papyrusgott; Ket, ibisköpfiger Gott der Gerechtigkeit; Khefin, zweigesichtiger Gott aller Tore; Put, löwenköpfiger Gott der Gerechtigkeit; Sarduk, Göttin der Höhlen; Schrubb, der Schieber des Sonneballs; Sessifet, Göttin des Nachmittages; Silur, welsköpfigfer Gott; Synkope; Teg, pferdeköpfiger Gott der Landwirtschaft; Thrrp, Streitwagenlenker der Sonne; Tzut, schlangenköpfiger Gott des Oberen Djel; Vut, hundeköpfiger Gott des Abends und noch ein paar mehr...

Ephebe

Ephebe liegt direkt am Runden Meer. Die Stadt und die umliegenden Gebiete haben ungefähr 50.000 Einwohner.Ephebe besteht zum grössten Teil aus Philosophen. Ephebe hat ein großes und geheimnisvolles Labyrinth. Sie hatten einst auch eine große Bibliothek, diese wurde allerdings bei einem Angriff der Omnianer komplett niedergebrannt. Diesem Feuer fielen die größten Geheimnisse und wissenschaftlichen Erkenntnisse der Scheibenwelt zum Opfer. Es sollte jedoch erwähnt werden, daß viele Werke aus jener Bibliothek nach dem Feuer auf ungeklärte Weise in der Bibliothek der Unsichtbaren Universität auftauchten.
Durch einen linguistischen Zufall wird der Herrscher von Ephebe Tyrann genannt. Er wird demokratisch für eine Regierungszeit von fünf Jahren gewählt (Allerdings sind von den Wahlen alle Frauen, Sklaven, Ausländer, Verrückte und Leichtsinnige ausgeschlossen).Der Tyrann lebt in einem Palast auf dem höchsten Punkt der Stadt und muss den Job wirklich wollen, wenn er sich mit der Todesverachtung der Epheber für Politiker abfinden will.

Ephebe gehört zu den wenigen fortschrittlichen Regionen der Scheibenwelt, in denen es nach wie vor Sklaverei gibt. Aber nach einer tausendjährigen Geschichte gibt es eine Menge Regeln, die es zu beachten gilt. Sklaven erhalten drei Mahlzeiten am Tag, haben pro Woche einen Tag frei und für zwei Wochen im Jahr dürfen sie weglaufen. Ohne Genehmigung ist es nicht gestattet, sie zu schlagen oder mit zu schweren Arbeiten zu belasten. Nach zwanzig Jahren steht ihnen die Freiheit zu, aber die meisten Sklaven verzichten darauf, da sie genau wissen, dass sie als Sklaven besser dran sind als ihre Besitzer. Die ephebianischen Sklaven kämpfen erbittert gegen politische Reformer oder ausländische Invasoren, die damit drohen, sie zu befreien.

Zurück

| Die Scheibenwelt |
| Die Götter | Die Orte | Die Bewohner |